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© PNTGM MCMXCVII

Letzte Aktualisierung: 10/03/07

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Improvisierte (Kraft-)Kammermusik

Line up:
WERNER PUNTIGAM (A) trombone, voice, noises
GABRIELE MIRABASSI (I) clarinet, bassclarinet
ZORO BABEL (D) drums, syn., machinery, samples


NEW: Free Demo-Downloads > pntgm's mp3 station


Die (kraft-)kammermusikalischen Improvisationen des international besetzten Trios lassen sich nicht so ohne weiteres in irgendwelche (Jazz-)Schubladen einordnen. Denn PUNTIGAM, MIRABASSI und BABEL agieren im musikalischen Niemandsland, quasi in einer Zollfreizone. Dies nützen die drei Klangforscher hemmungslos aus, um ihre akustischen Interaktionen, sowohl für sich als auch für ihre Zuhörer äußerst lustvoll und spannend zu betreiben. Überzeugen konnten sie damit offensichtlich auch die Juroren des "Preises der deutschen Schallplattenkritik", welche die aktuelle CD "Duty Free" als eine der künstlerisch herausragenden Neuveröffentlichungen des Tonträgermarktes werteten und sie durch die Aufnahme in ihre Vierteljahresliste (3/97) auszeichneten. Die frei improvisierten Miniaturen - auf der neuen CD schlicht als "Interludes" bezeichnet - sind Zwischenspiele im wahrsten Sinn des Wortes, bei denen in erster Linie auf die Individualität und Kreativität der Musiker gesetzt wird. Neben der Grundinstrumentierung von Posaune, Klarinette, Schlagzeug und Synthesizer kommen auch Stimmen, ein Staubsauger, Samples, Eigenbau-Klangmaschinen und diverse Geräusche zum Einsatz, wobei gleichzeitig die größtmögliche dynamische Breite angestrebt wird, ohne daß die Musik an Transparenz verliert: Vom gehauchten Pianissimo bis zum Industriekrach. MIRABASSISIs weiche, spielerische Klarinettenflüge reiben sich da beispielsweise an den rauhen Klangfetzen aus PUNTIGAMs Posaune. BABEL bleibt es nicht nur vorbehalten rhythmische und harmonische Grundlagen zu schaffen. Er kommentiert, besänftigt, wiegelt auf: sei es am Schlagzeug, am Synthesizer oder beim Einsatz diverser Sampler und selbstgebauter Maschinen als spröde Geräuschkulisse.

FOCUSPOCUS veröffentlichten 1993 die vielbeachtete CD "Pyromaniax" (Ixthuluh Rec.) und konnten mit Gastspielen bei internationalen Festivals ("Music Unlimited Wels", "Konfrontationen Nickelsdorf", "Hörgänge Wien/Konzerthaus", "New Jazz Festival Moers", "Klang-Aktionen München/Gasteig", "Quaderni Perugini di Musica Contemporanea", "Jazzfest Umbria", "Jazz Summer Varna" u.a.) sowie in der New Yorker "Knitting Factory" überzeugen. Als gewohnt spannende Performance (diesmal jedoch für Aug' UND Ohr!) erweisen sich auch die Live-Soundtracks zu Stummfilmen, welche die Gruppe alternierend zu den rein konzertanten Auftritten mit großem Erfolg präsentiert.


Musikerbiografien:

WERNER PUNTIGAM . Geboren 1964 in Bad Radkersburg, lebt international und interkulturell freischaffend in Linz und Maputo/Mozambique. WP, der improvisierende und komponierende Musiker, gründete und betreibt verschiedenste unkonventionell besetzte Ensembles unterschiedlicher Musikrichtungen (u.a. "Mbirations", "Afrodynamix", "FocusPocus", "Blow & Order"). WP, der Fotograf und Designer, erstellt vielfältige Momentaufnahmen (z.B. "inter.views © pntgm") und zeichnet - neben zahlreichen Auftragsarbeiten - meist auch für das Artwork seiner CD-Produktionen verantwortlich. WP, der interdisziplinäre Performer und Künstler, konzipiert und realisiert multimediale Projekte und spartenübergreifende Performances (z.B. "Triptychon", mit Gastakteuren wie Tom Cora, Han Bennink, Sainkho Namtchylak, Jon Rose u.a.) sowie Klang- und Rauminstallationen wie "Mo(ve)ments". Maßgeblich beteiligt auch an Schauspiel- und Tanztheater-Produktionen (Bühnenmusik & Fotografie), sowie Kooperationen mit LiteratInnen, FilmemacherInnen, Bildenden und VideokünstlerInnen etc. Ebenso Kinder- und Workshop-Projekte. Preise und Auszeichnungen sowohl für Akustisches als auch für Visuelles. Gastspiele in halb Europa, in den USA, Mozambique, Südafrika, Tanzania, Zimbabwe und Japan.

GABRIELE MIRABASSI. Lebt in Perugia (I). Ist in der Zeitgenössischen Musik genauso beheimatet wie im Jazz. Als Solist in Sachen Neuer Musik wirkt(e) er u.a. im "Artisant Furieux Ensemble"(I), im "Veni Ensemble"(SLK), im "Ensemble dei Quaderni Perugini di Musica Contemporanea"(I) wie auch beim Ensemble "Musica Negativa"(D) mit und arbeitete darüberhinaus auch u.a. mit Größen wie Gunter Schuller, John Cage, Jurg Wittenbach, Siegfried Palm, Luis Andriessen und Reiner Rhin im Rahmen von Festivals Zeitgenössischer Musik im In- und Ausland zusammen. Aber auch in Jazzkreisen entwickelt er sich durch zahlreiche Auftritte bei internationalen Jazzfestivals mit namhaften Jazzgrößen wie Rabi Abou-Khalil, John Taylor, Kenny Wheeler, Marc Johnson, Michel Godard, Enrico Rava, J.F. Clarke, Daniel Humair, Richard Galliano, Luciano Biondini, Enrico Pieranunzi, Riccardo Tesi oder dem brasilianischen Gitarristen Guinga immer mehr zum Shooting Star. Nicht zuletzt aufgrund seiner Virtuosität wurde er vom italienischen Magazin "musica jazz" (1/97) zum "newcomer des Jahres 1996" gewählt.

ZORO BABEL. Lebt in München (D). Zoro Babel wurde 1967 im oberbayerischen Peterskirchen geboren. In den achtziger Jahren nahm er an den Summer Sessions des Creative Music Studio in Woodstock teil und arbeitete mit Musikern wie Markus und Simon Stockhausen, Achim Freyer und Dieter Schnebel zusammen. Seit 1991 langjährige Zusammenarbeit mit dem Komponisten Josef Anton Riedl. Seit 1994 kontinuierlich gemeinsame Kompositionen und Projekte mit Niki Bell, so z.B. 1999 für die "Donaueschinger Musiktage" die Eigenkomposition "Töne aus sichten". 1995 Teilnahme am Festival "musica viva" in München mit der Eigenkomposition "Senso unico". Zahlreiche Kompositionen für Theater, Hörfunk, Ausstellungen, Performances und Festivals und 2001 gemeinsam mit Michael Lentz "arance dal marocco" für "musica viva". 2001 Musikförderpreis der Stadt München.


Diskografie:

CD "Duty Free" Extraplatte EX 287-2, 1997 (gefördert von SKE, Stadt Linz & Land OÖ)

CD "Pyromaniax" Ixthuluh Records IXCD19, 1993 (gefördert von SKE, Stadt Linz & Land OÖ)


Pressestimmen:

"Menuett der Gegensätze! So beschwingt hatten die experimentellen 'Klangaktionen' von Josef Anton Riedl noch nie geendet. Vorwitzige Lautpoesie wagte in der 'Black Box' ein Tänzchen mit in Stücke geschlagener Avantgarde-Kammermusik. Was so nur selten zusammenkommt, ergänzte sich prächtig. (...) Den drei Stimmakrobaten Paul Dutton, Jaap Blonk und dem einheimischen Michael Lentz (...) standen drei Experimentalmusiker gegenüber; die Gruppe FOCUSPOCUS mit Zoro Babel, dem schlagzeugenden Bastler schlagfertiger Räderwerke, Gabriele Mirabassi, dem stilerankend kühnen Klarinettisten, und mit Werner Puntigam, der seine Posaune schon mal durch einen luftinhalierenden Staubsauger vertauschte und ihm, o Rätsel, sogar lyrisch singendes Outfit verlieh. (...)"
Reinhard Schulz, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Duty Free: "(...) so schmeißen die Musiker dem Hörer jetzt ein präzise verschnürtes Bündel hin, das, ohne Verzicht auf phantasievollen Umgang mit diversen Klangmaterialien, mit seiner Kompaktheit und schlüssigen Wirkung besticht. (...) Schon allein die Bezeichnung der Stücke signalisiert die Geschlossenheit des neuen Albums. Anstelle einer losen Ansammlung voneinander unabhängiger Titel finden sich auf 'Duty Free' 14 sogenannte 'Interludes'. Anderen hätte dies wohl genügt, um in hochtrabenden Worten von einem Konzeptalbum zu sprechen, FOCUSPOCUS jedoch nimmt sich die (Zoll-)Freiheit desgleichen zu unterlassen. So ein Interlude/Zwischenspiel beginnt oft mit einem Brummton oder Rauschen, also vermeintlich monoton. Danach wird dieser Grundton aufgefächert, bis zur Unkenntlichkeit in kleinere Einheiten zerfleddert, weiterentwickelt bis zum größtmöglichen Pluralismus - und, siehe da, bis zum Brummton oder Rauschen. So steht am Ende das gleiche Geräusch, jetzt nicht mehr dasselbe wie zu Beginn und nicht mehr als Ausdruck von Monotonie, sondern als deren Gegenteil, als gebündelte Polyphonie. Oder Puntigam/Mirabassi/Babel verwenden als Basis ein sparsames, aber prägnantes Kürzel (...) und statten es dank ihrer Verspieltheit (einem zentralen Charakteristikum von FOCUSPOCUS) mit enormem Reichtum aus. In beiden Verfahren führen sie ihr Material in geschicktem Wechsel zwischen laisser-faire und dramaturgischer Verdichtung an die Grenzen der Beliebigkeit, des Zufalls. Diese Grenze erfährt dann fallweise - wie im 'Interlude #5' dank einer eleganten Schlußfloskel - ihre Aufhebung. (...) Der Bewegungsspielraum (im Trio; Anm.) wird als erheblich ausgeweitet wahrgenommen, das darin jonglierte Klangmaterial kann jederzeit aufgefangen und weitergeschupft werden, ohne an zu starren Strukturen abzuprallen. Live läßt sich dieser Fortschritt am besten verfolgen. Der besagte Spieltrieb kommt auf der Bühne noch wirksamer zur Geltung als im Studio. (...) duty free gift for the traveller."
Felix Noiret, HÖRGÄNGE-PROGRAMM

Duty Free: "(...) Das Archaische, verbunden mit dem Einsatz neuester Technologie, ist es, was den Reiz der jüngsten FOCUSPOCUS-Arbeit ausmacht. Die sich in Babels Stimmung und Rhythmik bewegen, verkörpern den gleichen Kontrast, die gleiche Ungleichzeitigkeit. (...) Was an den 14 'Interludes'(!) genannten Stücken dennoch überrascht und imponiert, ist die Homogenität, der Eindruck eines schlüssigen, ja zwingenden Gefüges von drei Individualisten. Die auf dem Weg zu ihrem Duty free - Jazz keinen als Verlockungen getarnten Fallen erliegen (...). Und, anstatt zu scheitern, ein Werk im Sinne von work-in-progress geschaffen haben, dessen Schönheit aus dem Kontrast resultiert. Fallweise sogar aus dem Widerspruch."
fex, JAZZ-LIVE

Duty Free: "Gute Nachricht vom Nachbarn Austria. Posaunenwerkler Werner Puntigam hat mit Klarinettist Gabriele Mirabassi aus Perugia und dem in München lebenden Zoro Babel (dr/perc, synth) vier Jahre nach dem ideensprühenden Erstling ein weiteres zündendes Album produziert. Seine 'Interludes' hat das Trio schlicht und einfach durchnumeriert. 14 frei improvisierte Miniaturen, die sich zu einer dreiviertel Stunde wechselvoller Musik zwischen zart swingendem Pianissimo und ungestümen Noise-Attacken summieren. Das Basisinstrumentarium wird dabei ständig durch Stimmen, in Heimarbeit konstruierte Klangmaschinen und Gräusche, beispielsweise von einem Staubsauger, in humorvoll-ironischer, verspielter, manchmal durchaus auch alberner Weise ergänzt und angereichert. Musikalisch bewegen sich die drei keineswegs im Niemandsland, wie der Waschzettel Unverbindlichkeit verheißt. Verbindlich sind die drei von Ton zu Ton, bei jeder Interaktion und jedem Solobeitrag - lustbetont zumeist, selbstvergessen kreiselnd zuweilen, hellwach und indem sie auf spannende Weise alle möglichen Formen und Mittel unter einen Hut bringen. Ein Quell steten Genusses sind die wolkengleichen Klarinettenflüge Mirabassis, an welchen sich Puntigams rauhe Widerborstigkeit kräftig reiben kann."
Michael Scheiner, JAZZ-PODIUM

"Wiener Konzerthausjazz. (...) Am stimmigsten erwiesen sich dennoch jene Projekte, in denen Improvisatoren sich, anstatt das Lager zu wechseln, von ihrer Seite aus um konzeptionelle Integration bemühten. Kollektive Disziplin geradezu zum Konzeptideal erhebend, entwickelten etwa die 'FocusPocus'-Mannen um Posaunist Werner Puntigam (schon 1997 mit dem spektakulären 'Blow & Order'-Volksmusik-Rave vertreten) weitgespannte heterophone Klangbögen - in freier Improvisation generiert, wirkten diese dennoch wie komponiert in den Saal gemeisselt. Während Puntigam die virtuosen, dynamisch und farblich nuanciertest geblasenen Linien von Klarnettist Gabriele Mirabassi mit um Vokalisen und Präparationen bereicherten Klangschichten kontrapunktierte und in seinen Klang-Explorationen auch vor einer Staubsauger-Mikrophonie nicht halt machte, prügelte Perkussionist Zoro Babel z.T. mit Fußtritten eine Fülle metallischer Industrial- und anderer Sounds aus seinen bizarren Maschinen und Klang-Kästen. (...)"
Andreas Felber, JAZZ-LIVE

"Ein Zwischenspielfest des 'Duty Free Jazz'! (...) wie bei FOCUSPOCUS, stellt sich zwischen den Teilnehmern der Band ein Gleichklang der Absichten und Reflexe ein, der substanzvoll musikalische Ergebnisse zeitigt. Und keinesfalls ist zu bemerken, daß jede Wendung und jedes Statement der Lust am spontanen musikalischen Augenblick entsprungen ist. Von FOCUSPOCUS haben wir 14 'Interludes', anhand derer man die Qualitä der Interaktion von Werner Puntigam, Gabriele Mirabassi und Zoro Babel überprüfen kann. Sie finden sich auf der CD 'Duty Free', die 'als Ergebnis ungebundener Improvisation zu betrachten ist', wie Werner Puntigam sagt und doch von der Geschlossenheit eines durchdachten Klangkunstwerkes ist. Neben der erstaunlichen Kompaktheit der 'Kraftkammermusik' darf natürlich auch die stilistische Bandbreite der Trio-Gedanken hervorgehoben werden. Im elektronisch angereicherten Klangraum bahnen sich maschinelle Rhythmen ihren Weg, darf zarte Kammermusik erschallen und kann sich auch bluesige Nostalgie einschleichen. (...) Sie (die Vieldeutigkeit der Klänge; Anm.) ist die Garantie für ein Flair des Zeitgenössischen. (...)"
Ljubisa Tosic, DER STANDARD

"(...) Eigensinnig zurechtgemachte, vielseitig wechselnde und verzweigte Vorgänge zwischen Melodienhandlungen und Geräuschfällen, Auffälligkeiten und Nebensachen inbegriffen. Und jeder im Dreier trumpft. (...)"
Robert Urmann, OÖ-NACHRICHTEN

"(...) Die Überraschung des Festivals ('Music Unlimited Wels', Anm.) war FOCUSPOCUS, die Gruppe des Linzer Posaunisten Werner Puntigam. Da hat doch tatsächlich einer ein intelligentes Konzept erdacht, eine Fülle kreativer stilistischer Reflexionen, die mit surrealem Klangsinn und bittersüßer Ironie, mit feinster Kontrapunktik und dynamischer Transparenz ein faszinierend reiches Interplay erschließt, das die obligaten 120 Welser Dezibel nicht braucht. (...)"
Werner Urtlauf, VOLKSBLATT

"Klangschürfer! (...) Pianissimo. Als begingen da vier Abenteurer eine weitverzweigte Klanglandschaft, die nach Berührung fiebert und deren latente Geräusch- und Tonadern in Erwartung ihrer Entdeckung nervös im Untergrund vibrieren. Als spielten sie, die sich FOCUSPOCUS nennen, nicht, sondern hörten sich zu den glänzenden Findlingen, die sie behutsam auf ihre Tauglichkeit prüfen, bevor sie selbst mit dem Klangpotential skurril zu werken beginnen, es zu einem bizarren Hörspiel aus freitonaler, improvisierter Kammermusik und einer Art Fraktal-Jazz ausloten. (...) FOCUSPOCUS zeigen wie vielsprachig man sich am Terrain zwischen Chaos und Formalem bar eklektizistischen Anruchs verständigen kann. Wenn der Spielwitz zum Selbstverständnis wird. Fortissimo."
Otmar Klammer, KLEINE ZEITUNG

"Zeitgenössischer Edelpilz! (...) FOCUSPOCUS haben sich zu Bewältigern von gröbsten und feinsten Formen entwickelt. Ironische Zwischentöne sind ihnen ebenso geläufig, wie gewalt- und druckvolles Spiel. (...) Was sich oft als Gegeneinander anhört, erweist sich als vielschichtig verschachteltes Miteinander, dem dynamischen Gruppenspiel wird mehr und mehr Augenmerk beigemessen. Lyrische Anwandlungen der Gruppe werden durch wildes Aufbäumen beendet, als ob man verlorene Freiheiten zurückgewinnen will. Nicht zu kurz kommt bei FOCUSPOCUS der Spielwitz (...)"
Alois Franz, AZ

"Kurzweiliges Kaleidoskop! (...) Jeder der FOCUSPOCUS-Musiker lotet sein Instrument nach allen möglichen Klangfarben aus. Ganz besondere Reize gewinnt diese kammermusikalische Improvisation aber dadurch, daß die Musiker des Ensembles bei aller Selbstdarstellung auch zum Hörbild der anderen beitragen und sich gegenseitig unterstützen. (...) Wie in einem Film läuft die Vision einer Klangwelt ab, welche sich in stetem Wandel zwischen Harmonie und Anarchie bewegt. (...)"
Chris Thommark, KRONENZEITUNG

"(...) Das prima bewältigte Musizieren des Bündnisses dieser jungen Pfundskerle ist typisch für eine postmoderne Jazz-Sicht. Nach Regeln eines probaten Zusammenspiels gescheit inszenierte Hör-Krimis aus vielfältigen Materialien. Alles ist erschlossen und verfügbar: altmodisch swingende Jazz-Tugenden, eigensinnig gespreizte Neutönerei, aufgeklärte Free-Nachvollzüge, Noise-Music-Praktiken, Neue-Musik-Reflexionen, Third-Stream-Strategien. Ein abrupt wechselndes Hin und Her zwischen Kantablem und Krachschlagen, Kammermusikstrenge und Komiktönen, Schönklang und Kakophonie. Ganz schön abgekartete Spiele! (...)"
Robert Urmann, OÖ-NACHRICHTEN

Pyromaniax: "(...) Schon drei Jahre lassen die vier Musiker ihren Spaß, ihr subtiles Spiel, nur je eine Hörweite vom Minimalismus und von der Free-Jazz-Improvisation fern, sich aneinanderreiben. (...) FOCUSPOCUS brenzeln immer Themen in Fragmenten - den Bläsern an Lippen und Fingern, dem Bassisten an den Saiten, dem Perkussionisten und Sampler in jedem Handgriff. So sprechen die Titel der Tracks in feinen musikalischen Nuancen für sich. (...) Aus dem vergrößerten Streichholzbriefchen-CD-Cover läßt sich ein Silberring ziehen, auf dem hervorragend wider jeglichen stilisierten Ernst gezündelt wird."
Peter Klimitsch, POSTHOF-MAGAZIN

Pyromaniax: "(..) Die akustische Pyromanie von FOCUSPOCUS macht vom ersten Takt weg entflammbar für diese eigenwillige, musikalisch unerhört reiche Produktion. Sie sind in ihrer Fraktur äußerst bemerkenswert, diese dreizehn Stücke der CD, die ganz ohne technische Overdubs eingespielt wurden. Nicht expansive Gestik, sondern eine illustrative, fast grafische Durchsichtigkeit und aussparende Ökonomie prägen da ein aufgeklärtes Spielartenspektrum, das bloß Erinnerungsspuren durch die Stile legt. Bestechend dabei die sorgsame Strukturierung von Expressivität, Verkürzung und Verknappung als ästhetisches Moment. (...)"
Werner Urtlauf, VOLKSBLATT

"(...) FOCUSPOCUS, das skurrilste musikalische Bündnis des Posaunisten, Lautmalers, Klangentdeckers, Designers und Ideenlieferanten Werner Puntigam (...) und das zuletzt auch einen großartigen Erfolg bei den 'Nickelsdorfer Konfrontationen', einer der wichtigsten internationalen Schauplätze solchen Treibens, verbuchen konnte. (...) Da werkte der Drummer Zoro Babel so herzerfrischend manisch mit schwerem Eisengerät, daß F.M. Einheit daneben glatt verblassen würde. Da fädelte der Klarinettist Gabriele Mirabassi beharrlich an seinen hypnotisierenden Melodiekettchen und gurgelte und fetzte Puntigams Posaune, daß es nur so postmodern menschelte. Bis der Staubsauger kam und die rauhen Töne aus dem Mikrofon saugte. (...)"
AUSTRIAN SOUNDCHECK - PROGRAMM

"(...) Eine sensitiv bunt kolorierte Reise unternimmt FOCUSPOCUS, die Gruppe um Werner Puntigam, den Alchimisten der Klänge. Da reichen die akustischen Stationen von Beduinen-Modulationen über die Geräuschimpressionen hektischer Weltstädte bis zu irrwitzig manischem Industrielärm. (...)"
Christian Marczik, KLEINE ZEITUNG

Pyromaniax: "(...) Eine bemerkenswerte CD, weil sie beweist, daß Improvisierte Musik auch heute noch Entwicklung bedeuten kann, und nicht nur unentwegtes Zitieren seiner selbst. (...) Das Ensemble FOCUSPOCUS und sein jüngster Tonträger dokumentiert aber nicht nur individuelle Entwicklungen der Musiker und Protagonisten, sondern auch ein kollektives Fortschreiten. (...) 'Pyromaniax' ist auch eine Werkschau von Musikern ganz unterschiedlicher künstlerischer Herkunft, was der Musik zusätzliche Spannung und Dynamik verleiht. Denn die grundsätzliche Musizierhaltung dieses Quartetts ist Kommunikation, nicht selbstverliebtes Suchen nach Ausdruck. (...) Ein intelligentes Konzept, das Widersprüche zu einem vorwärtstreibenden Moment macht, eine spannende Musik, die bewegt, weil sie beweglich ist. Eine Musik, die Freude macht, weil sie trotz ernsthafter stilistischer Reflexionen nichts an Spielwitz und Humor vermissen läßt."
Ferdl Frühstück, VOLKSSTIMME

Pyromaniax:"Wieder in einer findigen Hülle verpackt (Idee: Marke Puntigam) enthält diese CD nuancenreiche, dynamische Improvisationsmusik. FOCUSPOCUS pflegt die assoziative Kollektivimprovisation. Spontaneität und Spannung des Moments. (...) Dabei gehen sie mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen und hellwachen Ohren ans Werk. Spannungsbögen werden sowohl mit packender Impulsivität als auch mit subtilen Klangmodulationen aufgebaut. Jede der vier Stimmen hat einen eigenwilligen Charakter (...) aber keine versucht, die andere zu übertrumpfen. Gleichwertig agieren sie miteinander und entfachen eine lichterloh brennende, hitzige 'Klangmania'. (...) Hervorragender Zündstoff für ein Abenteuer in der Welt der unerschöpflichen Klänge. (...)"
Hannes Schweiger, JAZZ-LIVE

" Sensibilität und Spielwitz! (...) Immerhin kam ein weiterer Höhepunkt (der 'Nickelsdorfer Konfrontationen', Anm.) aus Österreich. FOCUSPOCUS packen einen Haufen Ideen, unverbrauchte Sounds und Spielfreude zu einem kaleidophonisch spannenden Abenteuer, das entlang der unendlichen Klarinettenmelodien die Frage nach Jazz, Rock und Kontemporärem mit interdisziplinärem Spielwitz verwirft. Aufregend."
Otmar Klammer, KLEINE ZEITUNG

"(...) The music of the Austrian trombonist Werner Puntigam was closed in an exoteric experimental kitchen: the joy of discovering unusual sourses and combinations for articulating the aesthetic feeling. It is not unbelievable if you ever had a relative who played wonderfully a pear leaf. The important thing is not what one plays but how and why. I would just say that FOCUSPOCUS are building their meditation-oriented sound landscapes in a very consecutive way. And I really worship the talent of Gabriele Mirabassi. His colourfulness in his unexhautible creating of music is a 'reverance' to the intercultural idea of the jazz-festival (Varna/BG, Anm.)."
BULGARISCHE TAGESZEITUNG

"(...) Wer auf das hinauf einen Schnaps braucht, greife zu 'Pyromaniax' von FOCUSPOCUS. Die österreichisch-italienisch-deutsche Coproduktion rund um den wohl umtriebigsten und innovativsten österreichischen Improvisationsmusiker Werner Puntigam erzählt in einer knappen Dreiviertelstunde oder 13 Stücken vom Ende der Halbheiten kommerzieller Zulieferdienste und geht insofern aufs Ganze, als sie jenen selbstbewußt, ohne dabei überheblich zu werden, ihre Version eines 'Kraftkammerjazz' entgegenhält. Spannend, witzig, aufregend; wahrscheinlich die ausgereifteste dreier zeitgenössischer 'Made in Austria'-Produktionen."
fex, JAZZ-LIVE


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Foto © by Andreas Balon