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Curious Implantation

(Nicole Knauer)


From dust till dawn

(Markus Decker/Dietmar Offenhuber)



Eröffnung:
Mittwoch, 30.8., 21:00

curious implantation

Ort: Goethestraße 22 - siehe Plan

from dust till dawn
Ort: Goethestraße 30 - siehe Plan


Extreme Couching

1.9., Freitag, ab 22 Uhr

Ausstellungsdauer:
31.8. - 5.9., 14 - 22 Uhr


Der KunstRaum Goethestrasse und servus.at arbeiten im Rahmen der Ars Electronica 2006 gemeinsam an der verstärkten Sichtbarkeit der Goethestraße als Ort künstlerischer und kultureller Produktionen und Aktivitäten. In Zusammenarbeit mit „lokalen“ KünstlerInnen werden raumbezogene Installationen präsentiert. Nicole Knauers Raumplastik „curious implantation“ ist im KunstRaum, Goethestraße Nr 22 direkt neben der Arbeit von Markus Decker/Dietmar Offenhuber „from dust till dawn“ in der Goethestraße Nr 30 täglich ab 31.08. von 14.00 – 22.00 Uhr zu besuchen.

Mehr Informationen über: KunstRaum Goethestrasse und servus.at

Curious Implantation

CURIOUS IMPLANTATION ist ein Projekt der Künstlerin Nicole Knauer das in Kooperation mit dem KunstRaum Goethestrasse, Linz realisiert wurde. Das Projekt ist eine raumübergreifende Installation, mit von ihr auf persönliche Art und Weise zweckentfremdeten Kunststoff-Kabelbindern als hybride Kreation. In ihrer Dimensionalität erweitert durch Kostüme, Video, Fotografien und Transformation durch Interaktion. Das Transluzente, Fließende, aber auch das Vergängliche der von ihr bevorzugten Materialien und Formen in dieser Arbeit ist interpretierbar als Metapher für den Grenzbereich zwischen Realität und Absurdität. Ihre Motivation ist die Zweckentfremdung der Kunststoff-Abfallprodukte. Aus 500.000 Stk. handgesteckten weißen Kunststoff-Kabelbindern gestaltet die Künstlerin eine 50qm Raumplastik und Kostüme die zu utopischen Gebilden und hybriden Kreationen mutieren.
From dust till dawn


Staub verhält sich chaotisch und ist schwer erfassbar, zudem eigentlich nicht besonders beliebt und als "Schmutz" gleichgesetzt in unserem Kulturkreis. So unfassbar Zeit scheint hinterlässt Zeit materielle Spuren in Form von Staub. Bei der Installation „from dust till dawn“ wird viel Staub aufgewirbelt und in Form von akustischen Spuren Lärm produziert. Staub und Atmosphäre des leer stehenden Raumes bilden das Interaktionsmedium der Installation. Mit einem Flächenlaser und einem Kameraerkennungssystem wird Staub erkannt und zu einem ungewöhnlichen Interaktionsmedium. Ein knapp über dem Boden angebrachtes Raster von Linienlasern erzeugt eine zunächst nicht sichtbare, zusammenhängende Lichtfläche. Objekte und Partikel, die diese Fläche durchbrechen, wie etwa Staub, Zigarettenrauch oder größere Objekte werden im Streiflicht der Laser als Oberfläche oder Umriss sichtbar. Die Umrisse und Staubmuster werden erfasst und ihre 2 dimensionalen Bewegungen in einem xy-Raster-Synthesizer zu Sound. Jeder Schritt der BetrachterIn, ja deren bloße physische Anwesenheit setzt die Luft in Bewegung und wirbelt Staub auf. Man hat es hier mit einem fragilen und schwer kontrollierbarem Interaktionsmedium zu tun, das dem Begriff tangible media seine Unverbindlichkeit nimmt: vom Tragen schmutzempfindlicher Kleidung wird abgeraten. Ein Projekt, das in Kooperation mit servus.at entwickelt wurde.


Nicole Knauer/D

Geb.1967 in Überlingen/Deutschland, lebt in München/D und Linz/A. Studium an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz/A und Grafik&Kommunikationsdesign in München/D. Zahlreiche internationales Ausstellungsprojekte und Stipendium in den Bereichen Kunst im öffentlicher Raum, Kunst am Bau, Video/Fotografie, Konzeptkunst,Installation, künstlerische Intervention, Malerei und Grafik in Deutschland, Österreich, Luxenburg, Kroatien, Portugal, Kosovo, Japan.
http://www.nicole-knauer.de/




Markus Decker Linz/A
Seit 1998 Arbeiter der Netzgruppe firstfloor electronix
(Linz/Wien/München/London/Vancouver).
Internetradio und freie Experimente mit Audio.
Seit einiger Zeit kollaboratives Arbeiten an experimental Situationen.
http://firstfloor.org/ae
http://firstfloor.org/


Dietmar Offenhuber Linz/A
Ausgebildet als Architekt, arbeitet Dietmar Offenhuber in den Bereichen Animation, Visualisierung und interaktive Medien. Zwischen 1995 bis 2004 war er im Ars Electronica Futurelab tätig, von 2002-04 als Keyresaercher für den Bereich "interactive space". Unterrichtet seit 2004 Animation und interaktive Medien an der FH Hagenberg.
Kontinuierliche Zusammenarbeit mit Maex Decker. Mitglied der
Gruppe "Stadtmusik" (mit Sam Auinger und Hannes Strobel). Residencies in Los Angeles, Werkleitz/Halle und am IAMAS Insitut, Japan.
http://residence.aec.at/didi