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Diesmal in der reihe mit servus-usern, Uschi Reiter www.basicray.org

----------------- markus "bundes" panholzer / uschi reiter

b: zu deiner person / werdegang
u: werdegang das is lustig wo werd ich wohl hingehen.

b: wodurch wuerdest du auf servus.at aufmerksam

u: eigentlich wurde ich nicht unbedingt auf servus aufmerksam, sondern eher auf die STWST, ausser wenn halt auf servus groessere projekte gelaufen sind wie clickscape,.. auf servus wenn man es kritisch betrachtet hat sich ja am anfang nicht allzuviel getan, was sich ja doch mit deiner hilfe aendern wird und schon geaendert hat, wenn ich an diverse workshops denke die ja von allen mitgliedern beansprucht werden koennen und die bereits regen zufluss gefunden haben.

b: welche vorteile bietet dir servus.at gegenueber anderen providern?
u: kann man ja nicht unbedingt vergleiche ziehen denke ich. unter anderm habe ich gerade eine definition fuer die spezies netzkuenstler gefunden, von cornelia sollfrank, allerdings schon 97 (http://www.heise.de/tp/deutsch/special/ku/6159/1.html) "Netzkünstler gruppieren sich in der Regel um Orte, an denen gute Produktionsbedingungen herrschen, sprich günstige oder kostenlose Online-Zeit und Hardware zur Verfügung stehen. Dies sind entweder Hochschulen, die aber durch die dort praktizierte Domestizierung und Institutionalisierung von Kreativität eher unwesentliche Beiträge zur Netzkunst liefern, oder unabhängige Netze, an deren Entstehung die Künstler oft mitarbeiten und die eigentlich den einzig fruchtbaren Boden für künstlerische Interventionen bilden." (das gefaellt mir). obwohl die pure ansammlung von menschen um idealle bedingungen natuerlich auch noch keine garantie ist fuer das was dort passiert , aber sehen wir das mal trotzdem positiv.

m: welche moeglichkeiten haben netzkuenstlerInnen in österreich (finanziell/arbeitsbedingungen/infrastruktur ...)
u: bleiben wir vielleicht bei Servus und meinen blickpunkt darauf. Primaer sollte die Aufgabenfeld von servus ueber die nichtkommerzielle providertaetigkeit hinausgehen denke ich und genau hier ein platz sein fuer die realisierung von projekten im *netz*. was natuerlich alles erst am beginn steht, so sehe ich das, aber ich denke, wenn jemand eine idee hat, die er/sie gerne umsetzen moechte, dann ist hier der richtige platz. vorbeikommen-projekt vorstellen-diskutieren-ueberlegen-umsetzen. ja und natuerlich wuensche ich mir einen kritischen diskurs, was heisst das manche projekte vielleicht eine nette idee sind, aber sich die frage stellt, sind sie auch wirklich gut. wer auch immer das beurteilt. primaer aber denke ich, dass vieles machbar ist hier, und ich freu mich, wenn neue leute kommen und ideen haben. dazu muss ich vielleicht mal definieren was fuer mich netzkunst ist, also ganz kurz, netzkunst sollte fuer mich den anspruch erfuellen, dass sie ueber eine oberflaechengestaltung hinausgeht und sich eben mit dem dahinter beschaeftigt oder auf reale raeume und deren betrachter einfluss nimmt. virtuellen raum mit realem raum in verbindung zu bringen finde ich ausserst spannend.

u: gibt es neben der infrastruktur die servus zu bieten hat auch finanzielle mittel, um projekte realisieren zu koennen? es waere ja wuenschenswert, wenn eine organisation, die nicht kommerzielle projekte liefert und sich auch mit lokaler meinungsbildung, szene beschaeftigt... eben einen betraechtlichen teil an kultur fuer die stadt liefert, dementsprechende gelder bekaeme, damit man eben auch hinundwieder die chance hat, in einem internationaleren feld mitzumischen bzw leute, die interessant sind, einladen zu koennen ... neben einem dicken fisch, mit einem riesen maul in einem zu engen becken ist das leben als kleiner fisch halt schwer.

in projekten steckt immer viel eigeninitiative und zeit und es taucht dann die frage schon immer wieder auf, was habe ich danach davon? auf jeden fall sollte sich daraus schon etwas ergeben, denke ich, und wenn es auch nur so ist, dass man mithilfe von einer realisation vielleicht die chance hat, wo anderes hin eingeladen zu werden. bleibt noch immer die frage, wie man sich das restliche leben finanziert, abgesehen davon, dass man natuerlich die ganzen foerderungsmechanismen kennen sollte, um wenigstens ein bisschen fuer den enthusiasmus entlohnt zu werden. - was sich ja dank neuer regierung auch sukzessive aendern kann und tut. ja und ueber kurz oder lang wird es halt dann so laufen wie in den USA, dass man sich kommerzielle sponsoren auftreiben wird muessen, um dinge realisieren zu koennen was ja auch hier schon passiert.

b: welche aufgaben siehst du derzeit fuer die sich gerade in gruendung befindende interessensvertretung konsortium.netz.kultur
u: ich stell mir hin und wieder die frage, was das ueberhaupt ist, die kultur im netz? vielleicht weisst du das ja? oesterreich scheint auf jeden fall ja fuer alles vereine und uebervereine und dachorganisationen zu brauchen.0 je mehr leute mitmischen, desto komplexer werden werden solche vorhaben und dann trennt sich meistens die spreu vom weizen, und dann bleiben die menschen ueber, denen eine sache meistens aus eigenem interesse von wichtighkeit ist, von dem profitieren dann die anderen wieder und so haben zuguterletzt alle was davon. nix desto trotz ist es natuerlich begruessenswert, dass es leute gibt, die in solchen rollen aufzugehen scheinen. fakt ist jedoch, wenn ein thema wirklich bristant ist, so wie die politische lage, dann funktionieren zusammenschluesse gleichgesinnter interessen sehr schnell und sehr gut, und es wird dank internet sehr effizient kommuniziert und auch was bewirkt.

die groesste gefahr ist natuerlich, dass der freiraum im netz, den kuenstlerInnen nutzen, um sich in einer subjektiven art zu aussern, zu formulieren, zu kommunizieren, immer mehr einengt wird und droht vomm kommerziellen wahnsinn verschlungen zu werden. dagegen muss man naturlich was unternehmen und sich in irgendeiner weise formieren, um dem was entgegenzusetzen. insofern ist der zusammenschluss von knotenpunkten, in dem fall mein ich alle organisationen, die mit dem medium netz andere vorhaben teilen als kommerz, naturlich von sinnhaftigkeit.

b: welche entwicklungen gab es im netzkunst-bereich in der letzten zeit?
u: meiner meinung hat sich da nicht soviel getan ausser realaudio und mp3. mehr faellt mir dazu nicht ein.

b:an welchen projekten arbeitest du gerade?
u: gemeinsam mit Vladimir Muzhesky, den ich waerend meines NY aufenthaltes bei THE THING kennenlernte und der mich damals einlud, an einem projekt mitzuarbeiten, entstand auch dieses basicray project. es handelt sich um ein buch, in dem namhafte menschen und weniger namhafte menschen ihre gendanken zu sozialen prozessen im digitalen zeitalter spinnen, die vom netz als nonliniare kommunikationsform und propaganda medium ueber die erschaffung von virtuellen produkten, bis zu fragestellungen warum kreieren wir virtuelle welten, reichen.
resultierend aus einer mailing liste, die sich ueber ein jahr erstreckte, soll sich dieses material eben gesammelt in dem alt hergabrachten medium buch wieder finden, das sich EXTENDED MEDIA OBJEKT nennt. autonomdia wird dieses buch publishen (www.autonomedia.org) und es soll im herbst erscheinen. bis dahin habe ich noch viel arbeit. zu den leuten die darin vorkommen werden gehoren peter lamborn wilson (=hakim bey), RTmark, douglas rushkoff, bruce sterling, geert lovink, lev manovich,.... und es werden auch sehr junge, nicht so bekannte leute wie oliver frommel, didi offenhuber, vladimir Muzhesky. ,... mit projekten und denkansaetzen darin erscheinen. +++++++++++++++

http://www.architech.com/alanna/cyberculture/aronowit.html#wilson
http://www.hermetic.com/bey/

EXTENDED MEDIA OBJECT

1 INTRO: PETER WILSON
SOCIETY ADILKNO everything is counted and closed
RUSHKOFF bring humans back we are machines
BR_RUS.txt it is impossible thing to do
BRUCE STERLIN let's make the world better through designing ecological things and making it a fasion
TONY SPUREN counterculture is triggered chemically, it was an extended social experiment
BOB DOBBS i am the solar life form
CHANNELS Diogenes On-line HEADLINE: TOPIC : online activism BROADCAST BART PLANTEGA how to make pirate radio MARKETS RTMARK how to use media as a form of social protest NATALIE JEREMIJENKO how to use market research as an art object +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ ARCHITECTURE KONRAD BECKER
1)why do we build synthetic worlds
2)what does it mean that we are building them
VLADIMIR what does it mean to build perceptual products LEV MANOVICH
1)cultural theory of navigation
2)mind architecture and media
DIDI Offenhuber 3d architecture and logic
OLIVER FROMMEL text based 3d developments
VUK COSIK ascii art
ALAN SONDHEIM weird media infected mind
SURVING DAVID COX video games and architecture
PAULINE VAN BROEKMAN video games society and drugs
MASAKI FUJIHATA boolshit dry japanese vr project
ALAN SONDHEIM the text is written with his avatar
MARK AMERIKA ok text
RICARDO DOMIGUEZ uhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!! ..............unsw.