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"die
sonne scheint auf alle gleich ...
... warum nicht auch auf österreich", so der refrain eines
liedes im film 1.april 2000 aus dem jahr 1952, ein propagandafilm
im auftrag der österreichischen regierung, um der forderung,
österreich solle als eigenständige nation seine freiheit
erlangen, nachdruck zu verleihen ... österreich ist heute wieder
opfer und die nation in aufruhr. der "nationale schulterschluß"
gegen die eu-sanktionen geistert durch die köpfe. aber welche
"nation" soll das sein, mit der wir uns da verbrüdern
sollen? eine, in der eine partei regierungsbeteiligung erlangen konnte,
die über jahre hinweg mit extrem rassisitischen handlungen in
wort und tat aufgefallen ist und dazu beigetragen hat, daß jene
ewiggestrigen bestärkt und vermehrt aus den löchern kriechen,
die immer nur ans auslöschen des "fremden" dachten.
und weiter stimmung machen gegen das "andere"? schulterschließen
mit einer regierung, die kulturelle und mediale vielfalt blockiert
und eine neoliberale lawine ins rollen bringt? gemeinsame sache machen
mit einer politik, die das wort "zeitgenoessisch" bei kunst
und kultur bereits
im regierungsprogramm
tunlichst unterlassen hat?
in diesem sinne laden wir Sie zu unserer protestveranstaltung von
10.-13. mai.
fast
schien es so, als ob das der letzte versorger gewesen wäre. der
rechenstift war schon gezückt, die rechnung fatal, denn mit dem
fall des begünstigten posttarifs wäre der versand teurer
als die produktion geworden. jetzt gibt es eine galgenfrist bis 1.1.2002.
die frage, wie weiterhin publiziert werden kann, bleibt. deutlich
wird hier, wie rahmenbedingungen hintenrum so modifiziert werden,
dass kritische stimmen über kurz oder lang aus der öffentlichkeit
verschwinden. ganz zu schweigen von den drohenden oder bereits vollzogenen
budgetkürzungen - & streichungen bei unbequemen kulturinitiativen
in anderen bundesländern. oder die verweise von politikern darauf,
daß nun die wirtschaft mit sponsoring einspringen soll, besonders
bei den freien medieninitiativen ...
na dann grüß gott in österreich!
einige triftige gegenargumente für das verantwortungabtreten
an die wirtschaft durch die neue regierung in punkto medieninitiativen.
thomas lehner erklärt, warum für kunst und kultur im cyberspace
der kommerzielle markt nicht die lösung sein kann. in einem auszug
aus dem positionspapier der freien radios vom april 2000 wird auch
sehr klar argumentiert, daß sich mit dem vielfältigen programm
der freien radios kein geschäft machen läßt, wenn
schon ein gutteil der existierenden kommerziellen radios in österreich
das nicht schafft.
weiters
in diesem versorger:
einige bilder von der ausstellung der stadtwerkstatt - AUS DEM UMFELD
& dem fest zum 20-jährigen jubiläum. und ein artikel
von oliver schürer über die vertane chance zum geplanten
oö musiktheaterneubau.
gabriele
kepplinger
la lotta
continua!
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